Iven Kruse - Leben und Werk

Er verkehrte in Kreisen der aufstrebenden Naturalisten, der jungen Wilden, die die Literaturlandschaft umkrempeln wollten. Klaus Groth war voller Lob, Detlev von Liliencron sah in ihm den Wiederbeleber der niederdeutschen Ballade und Theodor Fontane sprach den Figuren seiner Erzählungen gar etwas Tolstoihaftes zu. Es war ein weiter Weg, den der Holsteiner Johannes „Iven“ Kruse (1865–1926) mit Dorfschulbildung allein als Autodidakt zurück­legte. Doch er hatte Talent, als Erzähler wie auch als Prosadichter oder Essayist. Der ganz große Durchbruch blieb ihm allerdings versagt. Zu sehr forderte der Kampf ums tägliche Brot als Redakteur seinen Tribut. Was bleibt, ist der Einblick in Leben und Werk einer Person, die zu den großen norddeutschen Lyrikern und Kulturkritikern zählt.

 

Volker Griese: Iven Kruse. Leben und Werk

142 S. mit Anmerkungsapparat und Personenregister

Husum 2015

ISBN 978-3-89876-754-5

7,95 €

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Rezension:

»Den Lyriker, Kulturkritiker und realistischen Erzähler Iven Kruse (1865-1926; der Vornahme auch Johannes, Johann) stellt uns Griese in einer klaren schwungvollen Sprache vor. Er hat in Kruses und anderen Nachlässen gründlich recherchiert. Kruse war in Kontakt mit vielen literarische Größen seiner Zeit, die Biografie sagt viel über das kulturelle Leben im ausgehenden Kaiserreich.[...]« (Dr. Martin Lowski, in: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft‹, Nr. 49 Dezember 2015)